Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog
8. März 2017 3 08 /03 /März /2017 10:58

Heute Morgen!
 
Sagte ich schon, dass meine Kinder mein größter Schatz sind? Aber nicht nur meine Kinder! Kinder sind die Hoffnung der Zukunft.
 
Kinder sind ein Segen! Glücklich der Mensch, der sich eigener Kinder rühmen darf.
 
Noch glücklicher der Mensch, der sieht, wie glücklich die eigenen Kinder sind.
 
Glücklich aber auch der Mensch, der Kindern einfach nur zuschauen kann und erfährt, wie sie ihm zeigen, wie mit dem Leben umgegangen werden soll, kann, muss oder darf.
 
Heute Morgen!
 
Heute Morgen stand ich auf meinem Balkon. Der Himmel hatte sich wieder zugezogen. Alles grau in grau. Ich hatte meine Runde Laufen absolviert, die Einkäufe für die alte Dame erledigt.
 
Nun war wieder meine kleine gemütliche, häusliche Ruhe und Stille eingekehrt.
 
Ich rauche, wenn auch nicht viel, aber gerne mal eine. Dazu gehe ich auf meinen Balkon. Es ist sogleich eine kleine Meditation für mich. Ich weiss, das geht auch ohne Rauchen. Aber ich rauche nun mal gern ab und zu eine Zigarette. Ist halt so!
 
Ich stehe also auf meinem Balkon. Der Himmel grau in grau, der Regen fällt in geradlinigen Strichen vom Himmel herunter. Zuerst ganz leise und ruhig, dann prasselnd und klimpernd.
 
Da unten, kaum zu glauben, dem Wetter getrotzt, da spielen die Kinder. Gut angezogen, mit regenabweisenden Gummihosen, Mützen auf, Anoraks und scheren sich keinen Deut darum, was vom Himmel oben auf sie herabfällt. So, als gäbe es das nicht.
 
Vertieft sitzen sie beieinander mit ihren Förmchen und Schaufeln und buddeln in der Erde. Irgendetwas wollen sie bauen. Einige stehen manchmal auf, laufen aufgeregt hin- und her, um irgendein brauchbares Material für ihr noch zu erschaffendes Bauwerk zu suchen und zu finden und kehren eilig zu den anderen am Boden sitzenden zurück, um das beizusteuern, was hilfreich ist.
 
Ich beobachte sie eine lange Weile. Stehe da ruhig auf meinem Balkon und blicke zu ihnen hinunter. Fühle mich ergriffen von der Intensität ihres Spiels da unten.
 
Sie ignorieren einfach den Regen. So, als gäbe es ihn gar nicht. Er scheint ihnen nichts an zu haben. Sie machen einfach ihr Ding. Ungeachtet dessen, was auf sie herabströmt.
 
Und während ich sie beobachte kommt mir einfach der Gedanke, dass ich in ihrem Tun etwas für das Leben, für mein Leben entdecke.
 
Es ist diese Form des Ignorierens der Gegebenheiten. Du stehst im Regen, so sag ich mir manchmal. Oder vielleicht besser, man hat mich im Regen stehenlassen. Was nichts anderes bedeutet, ich bin ausgeliefert. Entweder dem Alleingelassen werden von anderen Menschen. Oder einfach von einer Situation, die mir gerade eine schwierige Lebensphase beschert.
 
Und anstatt zu flüchten, fieberhaft nach Fluchtwegen und Lösungen zu suchen, machen die Kinder mir es in ihrer einfachen und natürlichen Lebensweise plötzlich klar.
 
Wenn du  im Regen stehst, mach einfach weiter mit dem, was du gerade vorhattest zu tun. Ungeachtet dessen, was da gerade auf dich hereinströmt von aussen. Eine Bedrohung, eine Not, ein Beschimpfen, ein dich denunzieren, ein demontieren. Mach einfach weiter, beachte es nicht. Es wird, wie der Regen von selber aufhören. Es regelt sich so Vieles von alleine. Die Dinge gehen ihren Weg. Das einzige, was du tun kanst, bleib du selber, mach weiter mit dem, mit dem du dabei warst, es zu tun. Laß dich niemals beirren! Und während all deines Weitermachens entstehen so oft dann die Lösungen, nach denen du vielleicht gesucht hast.
 
So einfach ist das, so dachte ich in diesem schönen Moment des Beobachtens der spielenden Kinder da unten im Regen.
 

Wir können so viel lernen von Kindern. Kinder sind ein Segen. Jedenfalls für mich.

Diesen Post teilen

Repost 0

Kommentare