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10. Oktober 2008 5 10 /10 /Oktober /2008 17:16

Na ja, der Ärger ist nicht neu. Er hat sich seit zwei Monaten festgesetzt! Auch auf unserer Reise hat er sie begleitet. Immer wieder der hoffnungsvolle Blick in die Mails, ob wohl eine Erklärung angekommen ist. Aber nein! Kein Wort! Worum geht es?
 
Also da hat das Töchterchen das Bachelor-Studium, der erste Durchlauf in diesem unseren Lande, mit Bravour bestanden, die Bachelor-Arbeit mit Glanz hingelegt und war so voller Freude, nun mit gleichem Elan, ihren Master durchzuziehen. Aber was ist? Da werden ihr mal eben ein paar Steine in den Weg gelegt! Wieso?
 
Die Bewerbung an die Uni in Innsbruck wurde abgeschickt und sie schaute voller Erwartung in den Briefkasten. Was kam war eine Anforderung des Bachelor-Zeugnisses. Daraufhin kontaktierte sie das Sekretariat an ihrer Uni, um dann zu erfahren, dass es noch kein Zeugnis geben kann und dass sich das auch hinziehen kann! Warum? Nun, ganz einfach. Man wußte noch nicht, wie dieses Bachelor-Zeugnis gestaltet werden soll, das zum einen und zum anderen, es mußten ja so viele Zeugnisse ausgestellt werden, dass man eine längere Zeit dafür brauchen werde. So sagte man es ihr!
 
Wäre ja vielleicht auch kein Problem, wenn nicht, ja wenn nicht die Uni in Innsbruck klar und deutlich sagte, wenn sie kein Zeugnis habe, könnten sie auch keine Zusage für einen Studienplatz geben. Was tun sprach Zeus!
 
Also wieder zum Sekretariat, die neuen Informationen der Uni Innsbruck weitergegeben, um als Antwort dann gesagt zu bekommen, da könne man nix machen. Das wäre ein Problem, mit dem man nicht gerechnet habe. So was! Konnten die Verantwortlichen also nicht damit rechnen, dass Bachelor-Absolventen möglicherweise ihren Master im Ausland machen wollen?
 
Die Situation war und ist wirklich haarsträubend, denn, so wie es im Moment aussieht, wenn die Damen und Herren Verantwortlichen  das mit dem Zeugnis nicht hinbekommen, würde dem Töchterchen ein ganzes Jahr fehlen, d.h. sie muß ein Jahr warten, um sich dann erneut in Innsbruck bewerben zu können. Ich finde das unglaublich. Ein Jahr, klar, sie kann zwischendurch einfach arbeiten gehen. Aber so war das nicht gedacht und so sollte es doch wohl auch nicht sein, oder?
 
O.k. es ist der erste Bachelor-Studiendurchlauf, aber wieso hat man sich in drei Jahren nicht Gedanken darüber gedacht, wie das Design des Zeugnisses aussehen soll und wie es inhaltlich gestaltet werden soll? Das kann doch wohl nicht wahr sein.
 
Wir sind u.a. eine Woche früher von unserer Reise zurückgekehrt, damit noch eine Woche Zeit bleibt, um da mal richtig Dampf zu machen! Aber ob es wohl hilft? Nach einer Auskunft eines Freundes, den sie mit Vollmacht ausgestattet hatte, um alle möglichen Informationen abzufragen oder ggfs. das Zeugnis in Empfang zu nehmen, um es dann schnellstmöglich nach Innsbruck zu schicken, war die letzte Antwort, dass man jetzt, man stelle sich vor und staune, ja, dass man jetzt endlich das Design entwickelt habe. Super! Oder?
 
Nun läuft der Countdown und in einer Woche muss das Zeugnis da sein, sonst kann sie ihren Master in Innsbruck vergessen. Ein Zwischenzeugnis wird übrigens von der Uni Innsbruck nicht akzeptiert. Ja können sich denn die Verantwortlichen nicht mit den Verantwortlichen in Innsbruck auseinandersetzen? Muß das auf Kosten des Studierenden gehen.
 
Da will ein junger Mensch sich schnellstmöglichst um seinen weiteren Ausbildungsweg kümmern und alsbald das Studium abschliessen und dann so was.
 
Ein Jahr! Ich finde, dass ist viel im Leben eines jungen Menschen, der wirklich alles gegeben hat, um sein Studium nicht nur gut abzuschliessen, sondern auch so schnell wie möglich! Und dann scheitert das an der Bürokratie, die für meine Begriffe unverantwortlich den jungen Menschen gegenüber ist.
 
Ich frage mich, ist das normal? Da gehen einem schon auch Gedanken durch den Kopf, ob man da nicht auf Schadensersatz klagen könnte. Nein! Klar, das wird sie nicht tun, aber vielleicht der eine oder andere, der sich in ähnlicher Situation befindet, wird diesen Weg vielleicht gehen! Ja, hat man denn wirklich nicht darüber nachgedacht?
 
Wie ich finde, ein peinlicher, verantwortungsloser Fehler unserer mal wieder typischen deutschen Bürokratie, oder sehen wir das zu eng?
 
Ich habe in Absprache mit meiner Tochter diesen Beitrag geschrieben, um vielleicht auch über diesen Weg Erfahrungen ähnlicher Art zu hören. Vielleicht befinden sich ja noch andere Studenten im selben Dilemma!
 
Jedenfalls in anderen Ländern, so die Aussagen von jungen Studenten, gibt es dieses Problem nicht!
 
Ich bin gespannt, was sie heute Abend zu berichten hat!

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