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10. Oktober 2008 5 10 /10 /Oktober /2008 18:52

Als wenn wir es nicht schon immer gewusst haben. Da meint ein Professor aus Berlin beweisen zu wollen, dass die Gedanken der Menschen Macht und Einfluss haben können?
 
Na so was, kennen wir nicht diese täglichen kleinen Beispiele:
 
Du stehst in der Dusche, willst raus, und genau in diesem Moment fällt dir ein, sch…, du hast das Handtuch vergessen. Und du denkst, wenn doch jetzt einer käme und da öffnet sich wie von Zauberhand die Tür, ein Handtuch wird dir reingereicht und du fragst dich, wie hat er das gewusst?
 
Oder die berühmten kleinen Begebenheiten! Du sitzt mal wieder, denkst drüber nach, wen du unbedingt endlich mal wieder anrufen musst und in diesem Moment klingelt das Telefon und da ist der Mensch deiner Sehnsucht an der anderen Leitung!
 
Manchmal denkt man ganz intensiv an Menschen, die man lange nicht gesehen hat und plötzlich stehen sie vor Dir, wie vom Himmel gefallen. Also ich erlebe so etwas täglich!
 
Aber es geht ja bei der Macht mit den Gedanken nicht nur darum, sich etwas herbeizuwünschen, sondern vor allen Dingen darum, sich darüber bewusst zu werden, dass es möglich ist, mit Kraft der Gedanken im anderen Menschen etwas bewegen zu können.
 
Dieser Professor spricht z.B. an, dass gute Gedanken in die Richtung eines bestimmten Menschen auch Gutes bewirken kann, das Gegenteil ebenso.
 
Früher nannte man negative Gedanken aussenden, jemanden mit einem Fluch zu belegen, oder ist das nicht dasselbe? Ich selber habe nach 15 Jahren Zugehörigkeit in einer kath.religiösen Gemeinschaft erleben müssen, dass solche negativen Gedanken über mich/uns ausgeschüttet wurden. So sagte man z.B. damals, wenn ihr, gemeint waren wir und zwei andere Menschen, diese Gemeinschaft verlasst, werdet ihr vor die Hunde gehen.
 
Ein Jahr später ist tatsächlich ein einschneidendes Erlebnis in mein Leben eingetreten und ich hab mich oft gefragt, haben diese Menschen wirklich mit der Macht negativer Gedanken an mich, etwas dazu beigetragen? Sie waren so davon überzeugt, dass dieser Weg in der Kirche der einzige zum Heil des einzelnen Menschen dient, dass sie selber voller Ängste waren, jemals einen eigenverantwortlichen Weg einzuschlagen und sie waren überzeugt davon, dass sie scheitern werden, ohne ihn.
 
Aus der Auseinandersetzung mit meiner Krebserkrankung weiß ich zumindest, dass die eigenen Gedanken einen sehr großen Einfluss auf die Heilung haben. Auch in jeder anderen schwierigen, bedrohlichen und bedrückenden Situation weiß ich, dass es wichtig ist, positive Gedanken dagegenzusetzen, um nicht in eine innerliche Melancholie oder gar Depression zu verfallen. Auch bin ich fest davon überzeugt, dass die positiven Gedanken vieler Menschen während meiner Erkrankung mir geholfen haben.
 
Aber wenn man an sich selber schon die Erfahrung macht, das positive Gedanken eine Kraft haben, was kann man dann nicht alles bewirken, wenn man bewusst seine Gedanken auf andere Menschen projiziert und erlebt, dass sich im Miteinander eine Veränderung ergibt zum positiven, an die man schon nicht mehr geglaubt hat. Jedenfalls habe ich das auch schon sehr oft erlebt, ich nenne das „inneres Gebet“, wenn ich mit Taten nichts mehr erreichen kann!
 
Vielleicht hat der Professor Recht und es ist tatsächlich in unserer materialistischen, rationalen Welt wieder nötig, sich auf die eigenen Kräfte zu besinnen und daran zu glauben, dass zwischen den Menschen noch etwas anderes webt, als nur das, was sichtbar, greifbar ist. Vielleicht haben wir etwas verloren, was es wieder zu entdecken gibt.
 
Man kann es ja mal ausprobieren! Ich werde auf jeden Fall jetzt, bestätigt durch diesen kleinen Artikel, meine Gedanken vermehrt auf die Dinge richtn, von denen ich hoffe und wünsche, dass sie eintreten, für mich persönlich, aber auch und  für andere.

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