Ich schreibe einfach gern:)
Sagt man doch, sie sind wie Hund und Katz. Können nicht miteinander. Obwohl, haben Forscher jetzt erwiesen, geht doch, wenn man es ihnen früh genug beibringt, wenn sie lernen, die Sprache des Anderen zu verstehen.
Sprache! Ist es nicht so, dass Jeder eine andere Sprache spricht. Ich meine jetzt nicht unbedingt, Dialekte, Volkssprache, sondern die Sprache, mit der man ausdrücken will, rüberbringen will. Das klappt nicht immer im Miteinander. Ist der eine eher ein Gefühlsmensch, der andere nüchterner Pragmatiker, Denker, kann man oft schlecht zu einem gegenseitigen Verständnis finden.
Das Problem zwischen Hund und Katz liegt also in der Art, wie sie miteinander kommunizieren, haben die Forscher festgestellt nach einer langen Reihe von Versuchen, in dem sie mit Haltern beider Tierarten gesprochen, sie über eine Zeit lang beobachtet haben.
Ein Hund z.B. wedelt mit dem Schwanz, wenn er gute Laune signalisiert. Tut die Katze das gleiche jedoch, dann heißt es aufgepaßt, Achtung! Das könnte gefährlich werden. Rückzug ist angesagt. Wenn der Hund dann nicht versteht.....
Wat machste, wenn es am Heiligen-Abend dann plötzlich zu so einem Hund und Katz Gerangel kommt. Herjeh, sich zurücklehnen, zuschauen, zuhören, analysieren. Denkst, haste kommen sehen. Waren ja schon lang nicht mehr beieinander. Dennoch ist alles anders, wie du gedacht hast. Sitzt da, stocherst selber fröhlisch in deinem Raclette herum und dann kommt es plötzlich zu dem Ausbruch. Knatsch, Tränen, der schlimmste Heilig-Abend, den man hatte, meint die Katz und zieht sich zurück. Der Hund wedelt immer noch vergnügt mit dem Schwnaz, weil er hat gar nix verstanden.
Und du als Halter der beiden Haustierchen, streichelst mal dem einen übers Fell, gehst zum anderen, klopfst ihm beruhigend über den Kopf. Du weißt Bescheid. Der Hund hört gar nicht auf zu bellen, knurrt, röchelt, bis er keine Luft mehr bekommt und zieht sich seine Hundedecke über´s Gesicht. Er will einfach gar nix mehr.
Die Katze dagegen schnurrt, leckt sich das Fell, hat sie doch früh genug signalisiert, bis hierher und nicht weiter.
Bißchen ratlos bist du schon, bis sich plötzlich das Problem auflöst, du verstehst, worum es eigentlich geht, erst da kannste Beiden wirklich helfen, ihnen den Platz zuweisen, den sie brauchen.
Und plötzlich geht es doch, dass mit der Katz und dem Hund! Plötzlich sitzen sie friedlich beieinander, nein, mehr noch, umarmen sich, packen ihre kleinen Geschenke aus, überreichen die ihren und sind ganz glücklich. Ist eigentlich gar nicht schlimm gewesen. Im Gegenteil, ein richtiger Hund- und Katz-Heilig-Abend, bloß nicht scheinheilig, bloß nicht alles unter den Teppich kehren, so nach dem Motto:"Besinnlich, aber erdrückend!"
Jedenfalls sind sie jetzt weiter gekommen, Hund und Katz, in der Art ihrer Kommunikation, im Verstehen des anderen. Vielleicht wäre es besser gewesen, mehrere Hunde und Katzen zu haben, dann hätte es sich besser verteilt. Aber wo nur zwei sind, ist es eben dichter, aber auch schöner, nachher, wenn der Kampf zu Ende ist, wenn die Versöhnung gesiegt hat, wenn man friedlich beieinander liegt und gemeinsam schnurrt und sich zusammen die Bäuche vollgestopft hat.
Und der Halter ist auch ganz glücklich, von all dem Zeuge gewesen zu sein. Wie nach jedem Kampf mehr Zusammenhalt passiert, mehr zusammengewachsen ist, als er sich vorher gedacht hat. Und so meint er, der Halter, schön war´s, richtig fetzig, so, wie es sich gehört im Leben, es wird gekämpft um die Beute, das Recht, das Verstehen und vieles mehr, aber am Ende haben Beide gesiegt.
So soll es sein, bellen, miauen, knurren, alles muß raus, nur richtig verstanden und interpretiert werden.
Ich hab da auch noch so ein Hund- und Katz-Verhältnis, dass nicht geklärt ist. Ob es wohl noch wird, im alten Jahr? 