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Ich schreibe einfach gern:)

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Einfach keine Lust mehr....

Gestern sprang mein Auto mal wieder nicht an. Das zweite Mal in dieser Woche. Ich war selbst schuld. Hatte das Licht angelassen. Die Batterie war leergelaufen. So was! Na ja, hatte Glück im Unglück! Der Nachbar war da, hab ein Spannungskabel von seiner Batterie an meine gelegt, angemacht, und? Gott sei dank, es funktionierte.  Sowieso mußte ich eine längere Strecke fahren und so lud sie sich nach gut eineinhalb Stunden wieder auf. Alles gut!

Bei meiner Freundin sprang das Auto auch nicht an, nicht das erste oder zweite Mal, sondern sie hatte ständig das Problem. Ab in die Werkstatt, wo dann festgestellt wurde, die Batterie lädt nicht mehr! Zu alt!  Na so was. Eine neue mußte also her.

Abgesehen von Selbstverschulden, zu alter Batterie, kann es Probleme mit der Lichtmaschine, die die Spannung nicht mehr weiter lädt,  oder der Laderegler, der defekt sein könnte, geben. Also! Ohne Batterie kein Anlaßen des Motors, ohne Motor keine freie Fahrt! Warum erzähl ich das?

Vor ein paar Wochen erzählte mir eine Freundin, meine Batterie ist leer? Ich will nicht mehr immer der Motor sein? Hab ich zuerst nicht kapiert. Nach weiterem Verlauf des Gespräches ergab sich, dass sie das Gefühl hatte, dass in allen Beziehungen, die sie hatte, immer sie der Antrieb war. Also, wenn sie sich nicht meldete, passierte nichts. Die andern lebten ihr Leben, bezogen sie nicht mit ein, begrüßten es aber mit Freude, wenn sie sich meldete und sie etwas zusammen unternahmen. Sie besuchte, die anderen kamen aber nie. Sie rief an, aber ihr Telefon blieb still. Sie organisierte, stand aber mit eigenen Problemen allein da. Und jetzt? Sie wollte nicht mehr. Hat sich zurückgezogen! Will abwarten was passiert!

Na, sagte ich, da bin ich aber gespannt, was passiert!

Ich kenn solche Situationen auch, manchmal, da verspüre auch ich so einen kleinen Anflug von "ich hab keine Lust mehr!" Dann ist es wohl auch wie beim Autofahren, der Motor springt nicht an, Ladehemmungen, der innere Antrieb fehlt. Warum? Aus den oben von der Freundin dargestellten Gründen?

Da entsteht in mir die Frage, welche Motivation haben wir überhaupt, um in Beziehung zu treten? Was treibt uns an? Wir wollen nicht allein sein! Wir wollen mit anderen die Freude teilen! Gemeinsame Erlebnisse haben, was ja auch Beziehung ausmacht! Wir wollen natürlich nicht nur Freude gemeinsam erleben, sondern auch das Leid miteinander teilen!

Dabei beobachte ich tatsächlich, dass der Mensch immer egoistischer wird. Er nimmt, gibt aber kaum noch. Merkt man in allen Bereichen. Arbeit, Familie, Freundschaft, Nachbarschaft usw.usw..

Wie kann man aber geben, wenn man selber nichts bekommt? Das scheint mir eine große Lebensaufgabe zu sein. Dann nämlich muß der Antrieb nicht nur vorhanden sein, sondern er muß aus einer ganz besonderen Quelle kommen. Was könnte das sein? Ich meine, so sagte ich ihr dann auch, es muß die Quelle der Freude am eigenen Tun sein, ohne eine Erwartung an den Anderen zu haben. Ohne zu spekulieren, wenn ich dies und das tue, dann bekomme ich es auch zurück. Einfach tun, weil es einem selber Spaß macht. Und nicht, weil man vom anderen geliebt, anerkannt oder gebauchpinselt werden möchte. Ich glaube, wenn man mit anderen in Beziehung tritt, muß man all das, was man mit ihnen gemeinsam tut, auch alleine machen können. Nicht angewiesen sein, sich jedoch freuen, wenn es klappt, manchmal, mit dem Gegenüber!

Ich glaube, der Motor, der Antrieb eines Menschen, in Beziehung mit dem anderen zu treten, kann nur laufen, wenn man ihn ständig pflegt. Ihn nicht selbstverschuldet vernachlsässigt, sprich, dafür zu sorgen, dass die eigene Lebensfreude im Inneren erhalten bleibt! Man muß ihn ständig kontrollieren, sich selber hinterfragen, wie sieht es mit meiner Freude am Leben aus! Woraus ziehe ich die Freude?

Ich sage mal das Zauberwort "Lebenslust". Es sind nicht die anderen, die nichts oder wenig tun, es ist die eigene fehlende Lebenslust, die lahm legt, einen Menschen dazu veranlaßt sich zurückzuziehen, Enttäuschungen, Frustationen. Stimmt die Lebenslust, ist sie der Antrieb, macht es nichts aus, wenn man ständig der Antrieb ist! Weiß man es, warum das Gegenüber nicht über die Kraft verfügt, den ersten Schritt zu tun!

So fragte ich sie, die Freundin, hast du denn keine Lust und Freude mehr am Leben. Doch, doch sagte sie, aber es stimmt, sie ist schon, wie man sieht, anscheinend davon abhängig, was mir entgegengebracht wird.

Nach dem Gespräch ging ich nachdenklich nach Hause. Ich werde jetzt noch besser aufpassen, wenn dieser Satz, dieses Gefühl sich in mir breit macht "ich hab einfach keine Lust mehr!"

Ich will einfach tun, ansprechen, auf den anderen zugehen, egal, wie er mir mal wohl gesonnen war oder ist, egal, ob er erwidert, was ich gebe, ich will es einfach tun, ohne zurückzufordern.  Anrufen, gemeinsam was unternehmen und gut ist.

Man muß wohl das Leben lieben, so wie es ist, es gibt kein anderes! Aufstehen, und glücklich sein, ohne dass etwas Besonderes geschehen ist!








 

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