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Ich schreibe einfach gern:)

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Butterbrot ist out,-)

Ich bin ein Außenseiter. Absolut. Ich merke das im Alltag oft an den kleinsten Dingen. Ich bin einfach auffällig mit meinen altbackenen Schrullen. Echt! Nicht nur, dass ich nicht Bescheid weiß über die dollsten Dinge, die in den Medien über A, B und C-Promis verbreitet werden, oder gar, was genau die Ursachen oder Hintergründe irgendwelcher politischen Vorgänge in unserer Gesellschaft sind, nein...
ich bin auch noch in meinen Eßgewohnheiten ein ausgesprochener Dinosaurier. Jawohl.
 
Warum? Nun...ich fahre voll auf mein Butterbrot ab. Jeden Morgen, bevor ich zu meinem Dienst schreite, belege ich sie hingebungsvoll mit allem, was der Kühlschrank gerade vorzuweisen hat. Ich bin jetzt fast 57 Jahre alt und und mir läuft noch genauso das Wasser im Mund zusammen, wenn ich ein gutes Brot sehe und mir vorstelle, wie lecker es jetzt wäre, herzhaft zuzubeißen. Ich mag Brot einfach total und Butterbrote, lecker belegt, noch mehr.
 
Als Kind, wir hatten ja nicht viel zuhaus, manchmal nur Pellkartoffeln mit Quark, tagelang, bis der Vater wieder Geld von der Arbeit brachte. Wenn ich dann draußen beim Spielen und Herumtoben vom Hungergefühl überfallen wurde und das auch kundtat, war ich total aus dem Häuschen, wenn es ein frischgeschmiertes Butterbrot mit Margarine gab, wenn´s uns mal gut ging sogar mit Butter. Manchmal gab´s einen Apfel dazu. Dann zog ich mich stillvergnügt in eine Ecke zurück und mampfte mein Butterbrot. Herrlich!
 
Als ich zur Schule ging, hatte ich eine kleine Büchse, in der befand sich mein Pausenbrot. So nannte man das ja damals. Pausenbrot. Heute heißt es, egal was es ist, ja Snack. Blödsinn:-) Es gab Kinder die hatten keines. Oder Kinder, die waren nicht zufrieden mit ihrem. Dann gab es Tauschbörsen. Ich war immer zufrieden, obwohl meistens dasselbe druff war. Entweder Butter, Schmalz mit Grieben, Leberwurst und wenn´s ganz dicke kam, gab´s auch mal einen Käse, bevorzugt Schmierkäse. Ich hab sie geliebt, meine Pausenbrote. Und oft ernete ich von den Klassenkameraden, die keines hatte, neidische Blicke. Aber...ich hab schon immer gut teilen können;-)
 
Apropos Neid! Das ist eigentlich der Grund, wieso es zu diesem, meinem kleinen Butterbrot-Blog kommt. Ich hab die nämlich in letzter Zeit oft geerntet. Neidische Blicke, meine ich. Als Frau bekommt man ja des öfteren schon mal neidische Blicke von Frauen, die meinten, sie ständen in Konkurrenz mit einem. Die neidischen Blicke betreffen dann natürlich andere Dinge. Kleidung, Schmincke, Frisur etc. etc.. Manchmal ist es aber auch der Charme, den man versprüht:-) Oder der Humor, den man an den Tag legt...oder die Schlagfertigkeit. Gut, dass mag es bei oder zwischen Männern auch geben, aber ich glaub, nicht so dolle;-)
 
Jedenfalls...neidische Blicke wegen eines Butterbrots, das gibt es ganz sicher nicht mehr so oft. Da bin ich mir sicher. Ich aber hamstere sie des öfteren ein. Wie neulich. Ich saß, wie damals, als ich noch ein Kind war, stillvergnügt, auch ein wenig feddisch, wie man so schön sagt, nach viereinhalb Stunden Kassendienst in der Rush-Hour, in meiner Ecke und holte mein am Morgen frischverpacktes und köstlich belegtes Butterbrot mit Käse, Schinken, Tomate und Gurke heraus und labte mich hingebungsvoll daran.
 
Die beiden Kollegen, die um mich herumstanden, staunten und blickten nicht nur neidisch, sie äußerten es auch:" Mensch...das ist ja eigentlich eine gute Idee. Butterbrote. Mitnehmen zur Arbeit. Nicht immer der olle Fraß vom Fastfooter, so nebenbei heruntergekaut, Fritten, Hamburger, Würtschel, etc.etc.."
 
Ehrlich, ich jedenfalls gönne jedem die Butter auf dem Brot,-), will sagen, mir doch egal, sollen sie sich doch dumm und dämlich futtern an dem Zeug. Ich nicht. Ich spar ja auch noch Geld dabei. Das mal nebenbei bemerkt.
 
Ich weiß nicht, ob es einfach in Vergessenheit geraten ist oder ob es die Zeit ist, am Morgen vor der Arbeit, bevor man sich aufmacht oder die Bequemlichkeit, die daran hindert, sich mit Bedacht der Aufgabe zu widmen, sich ein gutes Pausenbrot für die Arbeit, die Schule oder was auch immer zuzubereiten.
 
Selbst wenn ich verreise, mit dem Zug oder mit dem Auto, mein Butterbrot hab ich immer dabei. Da kenn ich gar nix.
 
Neulich hatte ich mich verabredet. Der Freund meines Vertrauens, muß ich zugeben, mag hin- und wieder mal diese Fastfood-Kette. Ihr wißt schon;-) Ich jedenfalls nicht. Ich hasse sie. Schon allein wegen ihrer unsozialen Arbeitsbedingungen. Egal...ich bin also mit ihm dort hin, er ließ sich an der Theke nieder und in der Zwischenzeit sorgte ich für ein gemütliches (gibt es eigentlich dort gar nicht,-)) Plätzchen. Und was denkt ihr, was ich tue? Na hör mal, mir doch egal. Ich meine, was die Anderen denken. Ich war schon immer so. Mir war es immer gleichgültig, was andere über mich denken.
 
Ich jedenfalls setzte mich, machte es mir bequem, wartete der Dinge die da kommen sollten, in Form eines Fastfoods-Menues für den Freund meines Vertrauens und packte genüßlich mein Butterbrot aus, dass ich wegen des Stresses am zurückliegenden Tag noch nicht angerührt hatte und verspeiste es genüßlich vor den Augen allen anderen Fastfoodeßern:-) Lecker. Ehrlich...einfach nur köstlich im doppelten Sinne, sag ich Euch. Weil ich hab denen nicht mein Geld in den Rachen geschmissen:-)
 
Nehmen eigentlich Kinder heute noch Pausenbrot mit in die Schule? Jedenfalls meine Kinder bekamen immer welche mit. Sogar ebenfalls noch in extra für sie parat liegenden Büchsen, mit Bärchen, Feen oder ähnlichem drauf. Wegen des Erkennungswertes;-)
 
Bei mir an der Ecke, da wo ich wohne, da ist nämlich ne Schule. Und da seh ich die Kids und Jugendlichen nur immer mit ihren to-go-Kaffee und Brötchen, gekauft vom Bäcker oder anderen schnell-auf-die-Hand und in den Mund gesteckten Mahlzeiten.
 
Brot ist für mich immer noch ein echtes Nahrungsmittel, Lebenselexier, wie auch immer. Für gutes Brot zahl ich gern ein wenig mehr. Aber nicht immer, was viel kostet, ist auch gut. So wie ich neulich erfahren hab auf der renomierten Schweizer Strasse in Sachsenhausen. Der Bäcker, der nicht zum Bäcker meines Vertrauens geworden ist, verkaufte mir zwar ein teures Brot, aber geschmeckt hat es nicht. Und satt geworden bin ich auch nicht davon. Ein gutes Brot, am besten Vollkornbrot, da ist man doch nach zwei Stück pappesatt:-) Da geh ich nicht mehr hin;-)
 
Ich hör mal auf von meinen Butterbroten zu schwelgen. Und ich schwöre...meine Kollegen, die haben jetzt des öfteren auch mal Butterbrote dabei. Aber wir tauschen nie:-) Das ist nicht nötig. Sie sehen alle lecker aus:-)
 
Ich grüß Euch mal alle und ich wette, dass mein Butterbrot-Blog nicht verlinkt wird...Weil...es kommen nicht Nazis, Islam, Wulff und Assauer drin vor,-) So wat aber auch:-). Ich sag´s nochmal, ich bin halt bloß ein altbackener Dinosaurier:-)

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