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Köln einem Frühlingstag!

Endlich wieder Sonne! Wir schwingen uns aufs Rad und ab geht?s. Man, die Kölner sind anscheinend doch nicht nur unterwegs, wenn et Trömmelche jeht! Man kann förmlich spüren, wie alle danach gefiebert haben, endlich raus, mit Sack und Pack, nicht nach Spanien, aber in den nahgelegenen Park, in den Kleingarten oder sonst einen schönen Platz.
 
Ehrlich Köln ist mit Sonne netter. Wir fahren Richtung Blücherpark! Ich stelle fest, dass die Radwege gut in Schuss sind. Teilweise sind neue angelegt worden. Das freut den Radfahrer. Endlich Sonne! Körpererwärmung! Warum sollte das jetzt nicht immer so sein! Am Blücherpark sind die Kleingärten. Dort toben die Kinder. Sogar eines mit dem typisch weißen Kleidchen, denn ach ja, es ist ja Kommunionszeit. Weißer Sonntag! Und die Sonntage danach finden in den Pfarreien zu unterschiedlichen Zeiten die Kommunionen statt. Folklore pur! Haben die ein Glück mit dem Wetter. Müssen nicht in irgendwelchen Lokalitäten am Tisch sitzen und darauf warten, dass sie sich ein bisschen bewegen dürfen.
 
Die Menschen haben mittlerweile was von den Südländern gelernt. Nicht nur die Jungen. Auch die älteren sind unterwegs mit Kühltasche, Fässchen und Grill. Wo man hinschaut, haben sie es sich gemütlich gemacht. Gut, dass das in den Parks so möglich ist. Wenn die jetzt auch sauber gemacht werden beim Verlassen, ist alles gut!
 
Von Ossendorf fahren wir weiter Richtung Longerich und kommen durch ein Feld. Von weitem strahlt mich der knallgelbe Raps an. Was für eine Farbe! Leuchtend wie die Sonne. Mitten in Köln! Vor mir Begrenzungspfähle. Von vorne kommt ein Auto! Der Mann steigt aus. Er scheint zu schimpfen. Geht auf den Pöller zu, um ihn aufzuschließen, damit er mit seinem Auto durch kann. Er schimpft unentwegt. Niemand hört ihm zu. Wie kann man nur schlechte Laune haben, an so einem Tag! Guck mal, sag ich zu meinem Mann, der ist nicht gut drauf. Wo? Wie? Sagt er! Wat Du nicht alles siehst und hört. Frauen kriegen eben mehr mit! Ein kleiner Moment im Vorbeifahren! Und schon die Stimmung aufgefangen, die einem da entgegenkommt. Die arme Frau auf dem Beifahrersitz!
 
Wir fahren Richtung Fühlingen. Nettes Dorf! Kleine Einfamilienhäuser bis an den Rand zum Fühlinger See. Dort findet grade eine Regatta statt. Auf den Wiesen qualmen die Grille! Ein Kind weint. Es scheint in eine Scherbe getreten zu sein. Der Vater nimmt es auf den Arm und tröstet es.
 
Die Mädchen zeigen wieder Bauch. Auch Bikinis sind schon zu sehen. Sonnenbräune ist gefragt. Sieht halt gesund aus. Aber nóch lange nicht, was außen glänzt, ist innen frisch! Trotzdem, schöner Anblick.
 
Oh je, da kommen die Stöcke! Die Walkerstöcke. Klack, klack! Sport ist Mord! Für manche jedenfalls! Ein paar haben die Skater angeschnallt. Ganz langsam, die Balance suchend, versuchen sie sich auf den Rädern. Achtung aufgepasst, der konnte nicht bremsen. Ist nix passiert. Gott sei Dank.
 
Zurück über den Longericher Wald, am Trimmpfad vorbei. Auch hier, trotz der Wärme, sind die Sportler aktiv. Unterwegs fällt mir auf, dass an verschiedenen Stellen Kreisverkehre eingerichtet sind. Find ich gut. Es wird langsamer gefahren! Ein Sportwagenfahrer kommt mit offenem Verdeck an uns vorbei. Sie hat ein Kopftuch auf. Er ist stolz, sie an seiner Seite zu haben. Hinter Sonnenbrillen versteckt, gönnen sie sich den Luxus, trotz Auto Frischluft zu genießen.
 
Wollen wir nicht in einen Biergarten, fragt mein Mann. Nö, sag ich, lass uns Eis holen und es uns im eigenen Garten gemütlich machen. Die beste Eisdiele in Nippes, der Engeln, hat Hochkonjunktur. Eine Schlange wartet vorm Laden. Hm lecker, drei Bällchen, mit Sahne! Schoko, Nuß und Stracciatella! Gut eingepackt, in Zeitungspapier! Ab nach Hause. Ach ist dat schön. Gemütlich! Beine hoch. Buch raus! Ein bisschen Arbeit muss sein. Buchpräsentation muss vorbereitet werden. Aber an so einem Tag, macht sogar das arbeiten Spaß.
 
Der Sonntag neigt sich dem Ende zu. Ein schöner Tag im Frühling. Liebe Eisheilige wartet noch ein bisschen oder sucht euch einen anderen Ort, wo ihr Euch niederlassen könnt! Ich habe einen Bonus. Habe gekocht, dafür muss der „Liebe“ spülen. Daher kann ich jetzt hier schreiben. Ganz unspektakulär dieser Tag. Ich hoffe es kommen noch viele solcher Sonntage! Und jetzt wartet Schimanski. Muss sein! Denn ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett.
 
Köln ist einfach schöner an einem Frühlingstag!
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