Ich schreibe einfach gern:)
Heute Morgen las ich in meinem Kalender folgenden Spruch: Es ist nichts Großes dies und das zu sein, sondern man selbst zu sein - Sören Kierkegaard -
Und das ist wohl das Schwerste im Leben, eine Aufgabe, aber, die beste, ja, ich würde sie schon als Sinn des Lebens bezeichnen. Überall meinen wir, dem zu entsprechen, was man von uns erwartet. Manchmal erwartet man auch zu viel von sich selber. Die Gelassenheit, sich anzuschauen, mit all seinen Vor- und Nachteilen ist eine hohe Kunst, wie ich meine und immer wieder an mir selber feststellen muß. Wie oft gibt es Schamgefühle über das, was wir gerade getan, gesagt oder sogar gedacht haben. Wie kommt es, dass man manchmal so negative Gedanken entwickelt. Sind die Gedanken zuerst da oder werden die Gedanken von den Gefühlen beeinflußt?
Wie oft, ist man ärgerlich oder sogar wütend über sich selber, nicht das Richtige am richtigen Ort gesagt und getan zu haben.
Wie oft ist man enttäuscht über sich selber, dass man sich hat wieder verbiegen lassen!
Wie oft spielt man die Rollen, die einem an bestimmten Plätzen scheinbar zugeordnet werden, Arbeitsplatz, Familie, Freundes- und Bekanntenkreis?
Zu sich selber stehen, dass heißt doch gerade auch, zu dem zu stehen, der man genau in dem Augenblick ist, in dem man sich wahrnimmt. Vielleicht faul, müßiggängig, frustriert, enttäuscht, sehnsüchtig nach einem Leben, dass scheinbar nicht zu erreichen ist.
Das Glück ist dem hold, der sich kennt und zu seinen Gefühlen und seiner Gedankenwelt steht, auch wenn sie von außen betrachtet, noch so lächerlich erscheinen, nicht verstanden werden.
So ist es für mich tatsächlich der Sinn des Lebens, ganz der zu werden, der man ist, freizuschauffeln, was durch Umwelt, Erziehung, Traditionen und Kulturen, zugedeckt wurde.
Es ist nichts Großes dies und das zu sein, sonderman man selbst zu sein! Ein großes Wort, wohl zu Recht ausgesprochen, wohlwissend, das es das fast Unerreichbare im Leben ist.
In diesem Sinne allen einen guten Tag
Röschen