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Ich schreibe einfach gern:)

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Anmaßung!

Ich komme oft ins Grübeln und Nachdenken, zerbreche mir den Kopf, was wohl die Intention, der Antrieb für menschliche Verhaltensweisen sein kann. Natürlich in erster Linie möchte ich immer meinen eigenen Antrieb erforschen.
 
Aber eine Botschaft, die ich erhalten habe, hat mir heute wieder Anlaß gegeben, darüber zu sinnieren, was wohl der Antrieb eines Menschen sein, der sich "anmaßt" über "mein" Leben zu urteilen, besser zu wissen, wie ich mich in bestimmten Situationen zu verhalten gehabt hätte, was ich hätte tun sollen.
 
Mir fällt es immer wieder auf, dieses "du hättest", "du müßtest" und du "solltest".
 
Ich frage mich, wem hilft das eigentlich? Dem, der in eine Situation geraten ist, die ihn noch nicht mal unzufrieden macht, aber die sich wohl für den Außenstehenden als "unzufrieden" herausstellen würde, wäre er in der gleichen Situation!
 
Wieso können Menschen eigentlich nicht einfach nur zuhören, anschauen und wahrnehmen. Man erzählt eine Episode aus seinem Leben und schon kann man manchmal daran fühlen, wie es im Kopf des anderen rattert, wie er seine Urteile, Vorurteile und Beurteilungen an den Mann/Frau bringen will.
 
Nur, wie gesagt, Niemand, kein Außenstehender, schon gar nicht jemand, der das komplette Leben desjenigen überhaupt nicht kennt, der sich weder in seiner Gefühls- noch in seiner Gedanken- noch in seinem Lebensalltag befindet, kann doch von sich auf den Anderen schließen, oder?
 
Schlimm genug, wenn es Außenstehende tun, dieses Bewerten, diese Haltung einem Menschen gegenüber, ihn weder zu verstehen, zu erforschen, warum er dieses oder jenes getan hat, aber noch schlimmer, das Gefühl, dass er dem Anderen dadurch vermitteln möchte, wenn der Andere sich überhaupt davon beeinflußen läßt, dass er der "bessere", der "richtigere" handelnde Mensch gewesen wäre, wenn denn dann er selber zu entscheiden gehabt hätte.
 
Noch schlimmer ist es, wenn die, die man eigentlich Freunde nennt, in die gleiche Schiene hauen. Nicht, dass ich, Gott sei dank, eine solche Erfahrung gemacht habe in den letzten Jahren, aber mitbekommen hab ich es schon oft. Diese "Besserwisser", die genau meinen, wie der Andere sein Leben führen soll.
 
Ich meine, wem ist damit eigentlich gedient? Dem, der sich in einer schwierigen Situation befindet? Wohl nicht. Denn der hat schon genug damit zu tun, mit den Problemen, die sich aus einer Handlunsgweise heraus ergeben haben, zurecht zu kommen.
 
Ist vielleicht dem mit dieser Besserwisserei geholfen, der diese Haltung des Besserwissens zum Ausdruck bringt, in dem er sich tatsächlich besser fühlt? Oder stecken vielleicht andere Motive dahinter?
 
Sich über einen anderen mMnschen zu"erheben" ist meines Erachtens ein Weg der Respektlosigkeit und der Nichtachtung des Anderen gegenüber.
 
Täglich frage ich mich, wieso Menschen nicht respektvoll mit dem vielleicht ganz Anderen umgehen können, mit seiner Lebenshaltung, seiner Geschichte, seinem Denken und seinem Charakter.
 
Wenn ich bei Wikipedia mal nachschaue finde ich unter "Anmaßung" die Erklärung, dass "Anmaßung" bedeuten kann, den Anspruch zu haben, etwas besser zu wissen, besser zu können oder besser zu verstehen.
 
Braucht Mensch diesen Anspruch wirklich, um sich selber über den Anderen zu erhöhen? Und wenn ja, wozu braucht Mensch überhaupt, sich besser zu fühlen, wie der Andere?.
 
Ich meine jedenfalls, dass "Anmaßung" ein weit verbreitetes Übel ist, die die liebevolle, achtungsvolle und respektvolle Kommunikation zwischen Menschen verhindert und dadurch Barrieren niemals überwunden werden, Mauern aufgebaut werden, die man, wenn man seine Haltung nicht ändert, nicht eingerissen werden können. Warum?
 
Es könnte doch alles so einfach sein, wenn Mann/Frau einfach nur zuhört, anschaut und höchstens mal Fragen stellt, aber dann mit Achtung auf die Antworten achtet und versucht zu verstehen. Ich weiß, den ganz Anderen zu verstehen, ist kein einfaches Ding. Aber es lohnt sich meines Erachtens sehr.
 
Denn, wer viel versteht oder zumindestens verstehen will, dem wird oft viel Respekt entgegengebracht und vor allen Dingen, dem vertraut man gern seine Motivationen für gewisse Handlungen und die daraus entstandene Lebenssituation an.
 
Einem Menschen, der hochmütig und arrogant sich anmaßend über andere Menschen stellt, erzählt man nicht gern sein Leben.
 
Aber damit muß man wohl leben, denke ich mal wieder. Man kann den Anderen nicht ändern, höchstens, wenn man so etwas selber erfährt, darauf achten, dass man selber niemals in eine solche anmaßende Haltung fällt.
 
Anmaßung, ja wirklich,ist eine Haltung die das Zusammenleben und das menschliche Miteinander zerstören kann. Schade eigentlich.
 
Nun denn....ein kleiner Blog über meine Gedankenwelt bezüglich einer solchen Haltung eines Menschen gegenübers, der mich nicht mal wirklich kennt, keinen Schimmer von meiner Lebensgeschichte hat. Warum? Schade!
 
Wer sich selber erhöht, wird erniedrigt werden und wer sich erniedrigt, der wird erhöht, heißt es im Evangelium.
 
Jeder achte auf das Wohl des Anderen und schätze den anderen höher als sich selbst, heißt es weiter.
 
Ich meine, es lohnt sich für diese innere Haltung in einem selber zu kämpfen, es macht das Leben reicher, freudiger und beglückender.

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