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Die Würde des Menschen ist unantastbar!

Die Würde des Menschen ist unantastbar!
 
So steht es jedenfalls in unserem Grundgesetz.
 
Ich weiß jetzt nicht, ob dieser Satz auch im amerikanischen Grundgesetz verankert ist, muss sagen, ich kenn mich da wirklich nicht aus. Aber mal ehrlich, muss es da überhaupt ein Gesetz geben? Ist das nicht eigentlich selbstverständlich?
 
Nein...natürlich nicht, sonst wären ja nicht all die grausamen Dinge in der Geschichte der Menschheit geschehen, die Menschen anderen Menschen angetan haben.
 
Aber wie steht es heute mit der Würde des Menschen? Wie zeigen wir, dass wir die Würde des Anderen respektieren?
 
Schon mit einer kleinen Geste, Mimik, einem einzigen Wort kann man dem Anderen die Würde nehmen, ihn klein machen oder ihn abschätzig behandeln.
 
Natürlich kann man sagen, all das was in dieser Weise in unserem Alltag passiert, sind Peanuts. Sicher, im Grunde stimme ich dazu. Aber wo fängt sie an die würdelose Behandlung eines Menschen?
 
Lawrence Reynold, ein verurteilter Frauenmörder sollte am 8.10.2009 auf der gleichen Art und Weise, nämlich durch Injektion einer Giftspritze hingerichtet werden, wie der zuvor im selben Hinrichtungszimmer liegende Romell Broom. Dessen Vollstreckung aber darauf hinaus lief, dass man das qualvolle Procedere, weil man die Vene des Verurteilten nicht fand, nach geschlagenen zwei Stunden aussetzte und er die Todeszelle wieder lebend verließ.
 
Man fragt sich doch "höhere Gewalt"?
 
Nun denn, wie auch immer, die missglückte Hinrichtung von Romell Broom hat nun erst mal auch die Vollstreckung an Lawrence Reynolds ausgesetzt. Amerika diskutiert wieder über Sinn und Unsinn der Todesstrafe.
 
Zu recht, wie ich meine. Für mich ist es einfach ein Unding, in einem zivilisierten Rechtsstaat einen Menschen mit dem Tode zu bestrafen. Niemand hat das Recht, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen, egal, was er getan hat. Man kann nicht Gleiches mit Gleichem vergelten. Die Tat wird dadurch nicht rückgängig gemacht. Was geschehen ist, ist geschehen. Grausam genug!
 
Man muss diese und alle anderen Gräueltaten verachten, sie verabscheuen, hassen und verurteilen. Jawohl. Das ist ja klar. Die Täter gehören bestraft, ein Leben lang weggesperrt.
 
Denn auch sie sind Menschen und ihre Würde in Bezug auf ihr Leben ist genauso unantastbar wie das jedes anderen Menschen. So ist das nun einmal.
 
Reicht es nicht schon, dass ein Verurteilter 20, 30 Jahre auf seine Hinrichtung wartet. Jeden und jeden Tag kann er gesagt bekommen:" Morgen ist es soweit!"
 
Mit dieser psychischen Belastung muss er sowieso leben. Das wird ganz sicher etwas mit ihm machen. Vielleicht auch Reue, Buße oder wie auch immer in ihm wachrütteln. Sicher, manche denken, na und...soll er doch leiden, weiß er wenigstens, was er anderen angetan hat. Nur zu verständlich solche Gedanken. Ich kann das nachvollziehen.
 
Aber Rachegedanken haben noch nie etwas genutzt und verführen allenfalls zum gleichen Tun.
 
Und dann...da wartet man jahrelang auf seine Hinrichtung, um am Ende nach zweistündiger Qual das Hinrichtungszimmer wieder zu verlassen. Was soll das?
 
Genug jetzt, meine ich. Das ist für mich würdelos. Die Todesstrafe gehört m.E. abgeschafft.
 
Und überhaupt, wie können Us-Bürger für die Todesstrafe sein! Sicher, sie sind empört über die Taten der Verurteilten.
 
Aber ist das nicht auch ein wenig Heuchelei? Wo bleibt denn die Empörung der Menschen gegen die Peiniger von z.B. ehemaligen Guantanamo-Häftlingen?
 
Gewalt und Brutalität im Schatten des vermeintlichen Rechtsanspruches?
 
Guantanamo ist aufgelöst. Aber wer weiß, schon sind neue rechtsfreie Räume geschaffen worden, wo weiter stattfindet, was nicht stattfinden darf. Wer einmal Bilder über die Foltermethoden gesehen hat, wird wissen, wovon ich spreche. Aber niemand regt sich auf.
 
Für mich ist und bleibt die Würde des Menschen unantastbar.

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